Human Remains aus der Kolonialzeit

Die Gothaer Schädelsammlung aus Java und Borneo (Indonesien)

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Worum geht es?

Auf dieser Seite informieren wir Sie über ein Forschungsprojekt, das von Dezember 2020 bis Mai 2022 Forschende aus Indonesien, Deutschland und der Schweiz zusammenbringt. Ihre Aufgabe: die Herkunft (Provenienz) von mindestens 24 menschlichen Schädeln zu erforschen, die zwischen 1862 und 1880 in die herzogliche Sammlung gelangt sind. Heute gehören sie zum Bestand der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Die Schädel stammen aus „Niederländisch-Indien“, dem heutigen Indonesien, und sind offenbar von mehreren Reisenden mitgebracht worden, die im Dienst der niederländischen Kolonisierer standen.

Damals …

Uns interessieren die Akteur*innen hinter diesem Sammlungsbestand.

  • Wer waren die Menschen, denen die Schädel einst gehörten?
  • Wie haben sie gelebt und wie sind sie gestorben?
  • Wie sind ihre Knochen in die Hände der Europäer*innen gelangt?
  • Und wer waren die Menschen, die diese Human Remains nach Gotha brachten?

... und heute

Wir bemühen uns um eine kritische Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Kolonialgeschichte Deutschlands und ihren Kontinuitäten in der Gegenwart.

  • War das damals legal? Und heute? Sind solche Museumsbestände noch zeitgemäß?
  • Was wäre ein angemessener Umgang mit diesem heiklen Gut?

Wie es weitergeht?

Das erfahren Sie in Kürze hier. Diese Seite wird regelmäßig erweitert und berichtet über Etappen und Erfolge der Spurensuche.

Inventarbuch

Das Forschungsprojekt der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg. Kooperationspartner ist das Institut für Dayakforschung-21 in Palangka Raya auf Borneo in Indonesien.