Ekhof Experience

die barocke Zauberbühne neu entdecken

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Mittels „Virtual Reality (VR)-Experience“-Technologien wird der Besucher in die Zeit um 1775 zurückgeführt, hinein in einen Probenalltag vor fast 250 Jahren. Dazu ist eine multimediale Ausstellung geplant.

Das Ekhof-Theater Gotha digital erleben

Mittels „Virtual Reality (VR)-Experience“-Technologien wird der Besucher in die Zeit um 1775 zurückgeführt, hinein in einen Probenalltag vor fast 250 Jahren. Dort wird er nicht nur auf den „Vater der deutschen Schauspielkunst“ Conrad Ekhof und exemplarische Stücke aus Barock und Aufklärung treffen, er soll auch bei der Bühnenverwandlung selbst aktiv werden und sich als Kulissenschieber versuchen – „Edutainment“ im reinsten Sinne (von ‚education‘ und ‚entertainment‘, Bildung und Unterhaltung). Möglich machen dieses Erlebnis 30 VR-Brillen, die nicht nur Einzelbesuchern sondern auch Gruppen zur Verfügung stehen. Das Angebot ist deutsch/englisch und barrierefrei geplant. 

Dieses virtuelle Erlebnis im historischen Raum ist in eine digitale Vor- und Nachbereitung eingebettet. Dr. Friedegund Freitag, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung und Kuratorin, ist mit der Neuinszenierung der Ausstellung „Theatergeschichte“ betraut: Hier hat der Gast die Möglichkeit, sich durch eine VR-Station auf die Zeitreise vorzubereiten und das Thema mittels Nachbauten der Bühnenmaschinerie sinnlich zu erfahren. Über eine Broschüre sowie eine eigene Microsite kann der Besucher das Theatererlebnis mit nach Hause nehmen.

geplante Eröffnung: Oktober 2021

Virtuelles Erlebnis im historischen Raum

Das Theater ist das touristische Kleinod des „Barocken Universums Gotha“, aber aus konservatorischen Gründen kann man es viel zu selten lebendig und in Aktion erleben. Gerade die Besichtigung der Unterbühne und der Soffitten unter der Decke des Theaters, die an die Takelage eines Segelschiffes erinnern, ist aber – auch aus sicherheitsrechtlichen Gründen – nicht möglich. Die Nachfrage ist aber riesengroß, vor allem auch der Wunsch, die historische Unterbühne von 1687 mit ihrer Maschinerie zu besichtigen, welche die barocken Spezialeffekte ermöglichte. Damit weist das Gothaer Schlosstheater eine der ältesten barocken Bühnenmaschinerien der Welt auf – eine Sensation, die neu vermittelt werden soll.

Erlebbar ist diese Bühnenmaschinerie während des jährlich von Ende Juni bis Ende August stattfindenden Ekhof-Festivals: In Sekundenschnelle können die Kulissen verwandelt werden, über den Senkboden treten Personen in Erscheinung, Donner und Wind lassen den Zuschauer erschaudern.

 

Ausführliche Informationen zum Ekhof-Festival finden Sie hier.

Neue Ausstellung zum Theater

Eine neue Ausstellung informiert über Geschichte und Funktion der Bühnenmaschinerie sowie die Theaterwelt des 17. und 18. Jahrhundert. Unter anderem wird hier auf Conrad Ekhof (1720 – 1778) eingegangen, der 1774 zusammen mit der „Seylerschen Truppe“ vom Weimarer Hof nach Gotha gekommen war, sowie seinen berühmten Schüler August Wilhelm Iffland (1759 – 1814), der 1777 im Hoftheater debütierte. Ekhof gelang es, für sich und seine Kollegen mit dem Herzog ein festes Engagement auszuhandeln. Das so entstandene feste Theaterensemble war das erste an einem deutschen Hof – ein Markstein deutscher Theatergeschichte. Nicht zuletzt aus diesem Grund heißt heute das Gothaer Schlosstheater Ekhof-Theater.